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Nieuwsarchief Wadlopen 2013 - 2016

NEUE WATTFÜHRERVERORDNUNG NACH PROTEST GEÄNDERT


Paardekoets op weg naar Insel Neuwerk ten westen van Cuxhaven

vrijdag 2 mei 2014

Sicherheit geht vor - Safety first - was in der Seefahrt gilt, ist auch für Küstenbesucher angesagt, besonders, wenn sie so vielfältigen Gefahren ausgesetzt sind, wie im Watt. Deshalb hat das Land Niedersachsen eine Wattführerverordnung erlassen, die neuerdings auch die Bereiche Cuxhaven und Dorum einbezieht - und auch erfahrenen Wattführern eine zusätzliche Prüfung abverlangt.

Nach anhaltendem Protest jedoch hat das niedersächsische Innenministerium die Verordnung jetzt noch einmal geändert.

Demnach dürfen volljährige Wattführer auch ohne die umfassende Nachschulung Führungen "in besonderen ( ...) küstennahen Gebieten als Bildungsveranstaltungen" anbieten. Die personengebundene, auf bestimmte Routen bezogene Ausnahme muss aber die Nationalparkverwaltung in Wilhelmshaven genehmigen.

Weshalb sich die Cuxland-Region nicht mit der ostfriesischen Wattenmeerküste oder gar den Inseln vergleichen lasse, erklärt Bernhard Rauhut, Leiter des von der Stadt getragenen Wattenmeer-Besucherzentrums Cuxhaven, so: Vor Cuxhaven gebe es kein Schlickwatt, sondern "festes Sandwatt", das bis hinaus zur Insel Neuwerk mit Kutschen befahren wird. "Nirgends gibt es eine so gute Infrastruktur für Sicherheit wie hier", sagt er: "Auf dem Weg nach Neuwerk stehen alle 25 Meter Pricken, es gibt ein Personenradar zur Überwachung und Baken", auf die sich Wattwanderer retten können, sollten sie vom Hochwasser überrascht werden. Das alles sei in der neuen Verordnung zunächst unberücksichtigt geblieben.

Niedersachsen Innenminister Boris Pistorius (SPD) hielt dagegen, das Wattenmeer sei "nicht nur idyllische Landschaft, sondern birgt erhebliche Gefahren, die für unkundige Besucher kaum einzuschätzen sind". Zudem gelte es, das Weltnaturerbe Wattenmeer zu schützen. Das sehen bereits zertifizierte Wattkenner wie Albrecht Bießmann genau so. Bießmann hat Anfang März die neue zweistündige Prüfung absolviert. "Das kostet 500 Euro plus", sagt Bießmann, je nach Tour - das meiste habe er bereits gewusst.


Reddingsbaken op het wad tussen Cuxhaven/Duhnen en Insel Neuwerk

Die meisten Wattführer arbeiten nebenberuflich oder ehrenamtlich - im Besucherzentrum sind es neben den fünf Festangestellten noch einmal so viele, die - intensiv geschult - dort ihr freiwilliges ökologisches Jahr (FÖJ) absolvieren, Bundesfreiwilligendienst leisten oder Praktikanten sind, die nur für kurze Zeit dabei bleiben. Sie alle zu der umfangreichen Prüfung zu unterziehen, wäre "aus Kostengründen" nicht machbar gewesen. "Für sie haben wir eine Befreiung beantragt. Wir Hauptamtlichen machen die Prüfung, grundsätzlich ist das sinnvoll", sagt Bernhard Rauhut.

Etwa 30 private Wattführer - wie Bießmann - gebe es, schätzt er. Ihre genaue Zahl kennt auch das Zentrum nicht. die neue Prüfung könnte das ändern, sagt Rauhut, "das wäre ein Vorteil, bislang konnte jeder laufen, wie er wollte." Allein das Besucherzentrum führe jedes Jahr rund 20 000 Menschen durch die einzigartige Wattlandschaft, insgesamt, vermutet der Biologe, dürften es im Cuxhavener Bereich mehr als fünf Mal so viele Besucher sein.

Bron: Weser Kurier - 29.04.2014